Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) hat am 4. September den Referentenentwurf über die maßgebenden Rechengrößen in der Sozialversicherung im Jahr 2021 veröffentlicht. Die Beitragsbemessungsgrenze (BBG) der gesetzlichen Rentenversicherung soll 2021 auf 85.200 € (West) bzw. 80.400 € (Ost) steigen.

Die BBG für die Arbeitslosenversicherung soll in in gleicher Höhe steigen. Ebenfalls geplant ist die Erhöhung der Beitragsbemessungsgrenzen für die Kranken- und Pflegeversicherung auf 4.387,50 € (West und Ost) pro Monat bzw. 58.050 € für das Gesamtjahr.

RefE Sozialversicherungs Rechengrößenverordnung2021

Quelle: bmas.de

 

Die Versicherungspflichtgrenze soll auf 5.362,50 € steigen. Die Bezugsgröße nach § 18 SGB IV würde künftig 3.290 € monatlich bzw. 39.480 € für das Jahr betragen.

Auf Beitragsseite sind derzeit keine Änderungen bekannt. Der allgemeine Satz zur Krankenversicherung wird voraussichtlich weiter 14,6 % betragen. Eine Erhöhung des kassenindividuellen Zusatzbeitrags wird im Durchschnitt über die Krankenkassen jedoch erwartet. 2020 liegt er im Mittel bei 1,1 %. 2021 könnte er auf 1,3 % steigen.

Abzuwarten bleibt auch, ob der Beitragssatz zur Arbeitslosenversicherung noch angehoben wird. Die erhöhte Arbeitslosigkeit auch in Folge der Corona-Pandemie und die Ausweitung des Kurzarbeitergeldes könnten dies bedingen. Aktuell gilt noch die auf bis Ende 2022 befriste Senkung des Beitragssatzes zur Arbeitslosenversicherung von 2,5 % auf 2,4 %.

Die voraussichtlichen Rechengrößen in der Sozialversicherung sowie die derzeit geltenden und zu erwartenden Beitragssätze haben wir übersichtlich auf einer Seite für Sie zum Download zusammengestellt: